Unsere Schule ist bekanntlich die einzige offen zionistische Schule in Österreich und stolz darauf, dass jedes Jahr von Neuem im Rahmen der Feierlichkeiten und Zeremonien zu den „zionistischen Feiertagen“ zu zeigen. Es bleibt allerdings nicht beim lauten „Trara“. Wir vermitteln auch Zionismus.

Zu diesem Behelf besuchte uns in diesem Jahr die Erziehungsabteilung des Keren Kayemeth LeIsrael mit zwei Madrichim und der zuständigen delegierten, Frau Judith Perl-Strasser. Quer durch die Abteilungen vermittelten diese an zwei Tagen spielerisch Wissen und Werte des Zionismus.

Die Kinder und Jugendlichen hatten Spaß, beim Quiz ihr Wissen unter Beweis zu stellen, die Verlautbarung der Unabhängigkeitserklärung nachzuspielen oder auch sich auf einer riesigen Landkarte Israels zu orientieren.

Wir bedanken uns vielmals für den Besuch und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

In diesem Jahr fand wieder ein Wettbewerb unter den Klassen rund um den Feiertag T“U BiSchwat statt, dem „Geburtstag der Bäume“. Im letzten Jahr noch wurden Spenden für Baumpflanzungen von den Schülerinnen und Schülern aller Klassen gesammelt. In diesem Jahr, bedingt durch das Arbeitsverbot in den Feldern in Israel aufgrund des „Schmitta-Jahres“, sammelten die Schüler*innen der AHS Spenden für Baumsamen, die so G’tt will im nächsten Jahr dann eingepflanzt werden.

Die Siegerklasse war die diesjährige 3. Klasse AHS!

Prämiert wurde die Klasse als Gemeinschaft, aber auch jede Schülerin und jeder Schüler separat im Zuge eines ehrenvollen Besuches des Präsidenten des Keren Kayemeth LeIsrael in Österreich, KR Victor Wagner und Vorstandsmitglied Micha Kaufmann, gemeinsam mit der KKL-JNF Delegierten Judith Perl-Strasser.

So wie die Schule die Kinder und Jugendlichen auf ein Leben nach der Schule bestmöglich vorbereitet, so sammelten auch wir die Zukunft der Wälder in Israel von morgen.

Wir bedanken uns vielmals für die gute Zusammenarbeit!

 

Im Schuljahr 2021/22 hat sich die 5.Klasse während dem ersten Semester im Fach Jüdische Geschichte intensiv mit dem Thema „Shoah“ auseinandergesetzt. Die Schüler und Schülerinnen haben sich sowohl während der Unterrichtszeit als auch in ihrer Freizeit mit der Thematik befasst.

Um sich auf die Gedenkveranstaltung vorzubereiten haben die Schülerinnen und Schüler außerdem das Jüdische Museum Wien mehrmals besucht um dort die Ausstellung „Jugend ohne Heimat. Kindertransporte aus Wien“ zu besichtigen. Mehr noch haben die Jugendlichen zweimal an einem Zoomseminar des Jüdischen Museums Wien teilgenommen. Schließlich wurden die sogenannten Kindertransporte zum Gegenstand ihrer Aufführung.

Dank der Kindertransporte konnten in den Jahren 1938 bis 1939 etwa 10.000 Kinder jüdischer Herkunft Zentraleuropa verlassen und in England, Schweden und den USA elternlos die Shoah überleben.

Am Donnerstag den 28. April 2022 fand die Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die 6 Millionen jüdischer Opfer im Speisesaal der ZPC Schule statt. Die Schüler und Schülerinnen präsentierten hierbei sowohl das Schwerpunktthema aus historischer Sicht, näherten sich diesem aber auch persönlich an, indem Sie den Gästen der Veranstaltung einen Gegenstand und eine Biografie eines geflüchteten Kindes präsentierten. Außerdem stellten sie auch einen eigenen Gegenstand dar, der ihnen persönlich viel bedeutet.

Es war eine sehr bewegende Veranstaltung, für die wir der Klasse 5a, als auch der betreuenden Lehrerin Prof. Yan vielmals danken wollen.

So wie in jedem Jahr hatten die 4. Kassen AHS die Ehre, eine Zeremonie zum Gedenken an die verstorbenen Soldat*innen und Opfer von Terroranschlägen der IDF (Israel Defence Forces) zu organisieren. Mit dieser Gedenkveranstaltung ehren wir diejenigen, die ihr Leben für die Verteidigung des Staates Israel riskierten und jene Zivilist*innen, die bei Terroranschlägen in Israel und im Ausland ums Leben gekommen sind.

In diesem Jahr hatten die Klassen 4A und 4B beschlossen, auf die Schmerzen der hinterbliebenen Kinder der verstorbenen Soldat*innen und Opfern der Terroranschläge zu konzentrieren. Anhand von Interviewpassagen und Briefen erstellten die Schüler*innen vollständige Texte und gaben so den Stimmen der Waisenkinder Gehör. Sie hatten die Gefühle und Gedanken der Einsamkeit, des Lebens ohne Mutter und Vater, nähergebracht.

Abschließend sangen die Schüler*innen beider Klassen gemeinsam das Lied „Kind und Vater und Mutter“ von Elai Butner unter der Leitung von Prof. Luis Abicht.

Die Schüler*innen zeigten große Verantwortung bei der Vorbereitung der Zeremonie und präsentierten sie sehr respektvoll und bewegend.

Liebe Kinder, wir sind stolz auf euch!  Jishar Koach!

Sigalit F., Tatiana Y., Luis A.

Am 25. April 2022 folgten Schüler:innen der 4A und der 4B der Einladung in die Demokratiewerkstatt im österreichischen Parlaments und haben sich im Workshop „Werkstatt PolitikerInnen“ mit den Grundlagen der Gesetzgebung, der Gewaltentrennung und der Arbeit von Parlamentarier:innen beschäftigt. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Frage „Was ist Politik“, die zweite mit dem Thema „Demokratie und Macht“ und die dritte mit dem österreichischen Parlament.

Unterstützung bekamen die Schüler:innen dabei vom Nationalratsabgeordneten Mag. Dr. Rudolf Taschner und der Bundesrätin Mag. Daniela Gruber-Brunner, die den Jugendlichen in 20-minütigen Interviewslots im Vorfeld überlegte Fragen beantworteten und mit ihnen ihre eigenen Erfahrungen als ExpertInnen des Gesetzgebungsprozesses teilten. Die Jugendlichen wurden durch den Workshop von den engagierten Mitarbeiter:innen der Demokratiewerkstatt geleitet, die die Jugendlichen bei ihren Rechercheaufträgen unterstützten. Die von den Schüler:innen geschriebenen Artikel wurden mit Fotos und Zeichnungen zu einer Zeitung zusammengefasst.

Ein besonderes Highlight war der Besuch einer Delegation der Knesset, die an diesem Tag im Parlament zu Gast war. Die Schüler:innen hatten die Gelegenheit sich mit dem israelischen Parlamentsdirektor Gil Segal zu unterhalten und die Unterschiede zwischen dem österreichischen und dem israelischen Parlament zu diskutieren.

Die Schüler:innen haben an diesem Nachmittag viel Neues gelernt und viel Spaß gehabt!

 

K. Rittenbacher

,,Truus´ Children‘‘ ist eine Geschichte, die Mut und Zivilcourage, aber auch diplomatisches Geschick, unglaubliche Leistung und ehrliche Liebe dokumentiert. Tugenden, die heute wie gestern Gültigkeit haben und nie in Vergessenheit geraten dürfen.

Am 29.03.2022 hatten die vier Oberstufenklassen der Zwi Peres Chajes Schule die Gelegenheit, die zweite Wiener Ausstrahlung des Filmes Truus´ Children, einen Dokumentarfilm über das beeindruckende Leben der Geertruida Wijsmuller-Meijer, die das Überleben von mehr als 10.000 Kindern während der Shoah gesichert hat, im Votivkino zu sehen.

Die Geschichte handelt von Geertruida „Truus“ Wijsmuller (1896–1978), der Frau eines holländischen Bankiers, die Ende 1938 nach Wien flog, um mit Adolf Eichmann eine ganz besondere Vereinbarung auszuhandeln. Sie nutzte ihre diplomatischen Geschicke, ihre Kontakte und all ihre Liebe zum Menschen, um jüdische und nichtarische Kinder aus Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei durch mehrere Kindertransporte nach England zu retten. Eine unglaubliche Leistung und viel Kleinstarbeit, die hinter diesen Transporten stand. Die Ehre gebührt natürlich „Tante Truus“, aber auch den Eltern jener Kinder, die den Mut aufgebracht haben, ihre Kinder so in Sicherheit zu bringen.

Heute sind diese ,,Kinder“ mittlerweile um die 90 Jahre alt, und leben über die ganze Welt verstreut, einige von ihnen sogar in Israel.

23, von den 10.000 durch Wijsmuller geretteten Kinder, wurden gefunden und für den Film interviewt.

In einer privaten Fragerunde mit Pamela Sturhoofd und Jessica van Tij erfuhren wir, dass 2 weitere, also insgesamt 25, von „Truus´ Children“ ausfindig gemacht werden konnten.

Die Filmproduktion von Truus´ Children dauerte über drei Jahre lang. 90 Stunden an Interviews liegen der Dokumentation zugrunde.

Die Krönung wäre eine gemeinsame Filmpremiere gewesen, doch leider fiel dieses Vorhaben der Covid-19 Pandemie zum Opfer.

Naomi T. & Yael N.

Kurz vor den Pessach-Ferien fand wieder eine Tombola-Verlosung von tollen Preisen im Rahmen des Gebet-Programms „Ani Tefilati“ statt, bei dem jene Schüler*innen eine Chance auf einen Gewinn haben, die sich beim Morgengebet in der 1., 2. und 3. Klasse AHS besonders verdient gemacht haben.

Wir danken dem Sponsoren der Preise und den Gebetsbetreuern für ihre laufende Tätigkeit.

Gratulation den Gewinnern!!!

Am Donnerstag luden wir eine Universitätsprofessorin online zu uns ins Klassenzimmer ein. Unsere Hauptdarstellerinnen dieses Workshops waren dieses Mal aber die Seifenmoleküle. Dazu mussten wir zuerst in einem Versuch mit einem Luftballon feststellen, dass Wasser „geladen“ ist. Auch erfuhren wir, dass es Seife braucht, um Ölflecken zu reinigen. Nach etwas Theorie ging es dann ans Experimentieren. In verschiedenen Versuchen beobachteten wir das Verhalten der Oberflächenspannung von Wasser mit und ohne Seife, warum Seifenblasen platzen können, weshalb sie schillern und rund sind, und zuletzt experimentierten wir noch mit geometrischen Körpern.

Der Workshop war eine sehr seifige Angelegenheit, die der Klasse viel Spaß bereitete. Ein toller Nebeneffekt war auch, dass nun unsere Schreibtische blitzblank sauber sind! 😊

Sharon Stamberger, 3B

In der Woche vor Pessach haben wir ein spezielles Programm für die Kinder vorbereitet:

Es wurde ein Seder-Tisch für jede Klasse gedeckt, bei der der Seder in kürzerer Fassung durchgeführt wurde, dabei durften die Kinder von den speziellen Speisen des Sederabends kosten und selbstverständlich Traubensaft trinken!

Außerdem hat jede Klasse den Afikoman gestohlen, versteckt und sich ein Geschenk von ihrem Lehrer wünschen dürfen!

Dann haben wir eine Mazzot-Bäckerei aufgestellt, bei der jedes Kind seine eigene Mazza aus frischem Teig backen durfte. Rav Avi war unser Mazzes-Bäcker, und die Kinder hatten große Freude, den Teig auszurollen und zuzuschauen wie ihre Mazza richtig knusprig wird!

Wir wünschen Pessach Kascher we Sameach und Leschana habaa bi Jeruschalaim!

„ Purimzeit, Purimzeit

Ein großes Fest für das jüdische Volk.

Masken, Krachmacherlieder und Tänze…“

so sangen unsere „Bärenkinder“ auf Hebräisch im Morgenkreis.

Für fast alle Kinder in unserer Gruppe war es das erste Purimfest in ihrem Leben und im Kindergarten. Die Aufregung und die Vorbereitungen dafür sind umso mehr und verständlich.

Die Rasseln sind gebastelt, leckere Hamantaschen sind gebacken!!! Alle Kinder waren fleißig, die Religionslehrerin auch…Purim kann kommen!

Wir waren sehr gespannt, ob alle Kinder am 17. März verkleidet ankommen oder nicht. Es ist doch oft so, dass die Kleinsten es nicht unbedingt mögen. Überraschung! Alle sind da, gute Laune, super tolle Kostüme: Prinzessinnen, Micky Mäuse, Super Mans, Fee, Schmetterlinge, paar Wildtiere – alle sind dabei. Es kann losgehen!

Nach der Kostümvorstellung haben wir mit Luftballons gespielt, getanzt und gelacht. Und die Verstärkung wartete schon auf uns: die selbstgemachte Hamantaschen schmecken doch am besten.

Oh, oh, warum ist es plötzlich so laut??? Ein unerwarteter Besuch! Die „Igel-Kinder“ zogen mit ihrer Polonese durch unsere Gruppe…So schön!

„Wenn wir größer sind, machen wir es auch!“- dachten bestimmt unsere kleinen „Bärchen“.

Dieses Jahr war Purim eine ganz besonders große Freude. Die Kostüme der Märchenkinder waren mit besonderer Sorgfalt ausgewählt und boten eine Vielfalt von Superhelden, Prinzessinnen und Helden.

Um dem gerecht zu werden, legten wir einen roten Teppich in der Gruppe auf, um jedes Kind mit seinen und ihren Kostümen anzuschauen und zu feiern.

Nina hatte für die Gruppe tolle Spiele vorbereitet. Zum Beispiel wurden die Augen der Kinder verbunden, und die Kinder mussten versuchen eine rote Nase an ein Clown-Bild zu kleben. Das war sehr lustig. Da die Nase jedes Mal woanders landete. 😉

So gab es auch ein Ballspiel, bei dem die Kinder versuchten einen Ball in einen Korb zu schmeißen, und ein Würfelspiel, bei dem die Kinder raten durften, welche Bilder passend zu Purim selbstverständlich gezeigt wurden.

Es gab viel Musik, viel Lachen und was besonders für die momentane harte Zeit wichtig war, sehr viel positives Miteinander.

Am Freitag nach Purim fand ein Schabbaton für die 4a, 5a, 6a, 7a und 8a im Restaurant Alef-Alef statt. Der Abend begann mit dem Gebet im Stadttempel und anschließend gingen wir zum Alef-Alef um zu speisen. Es war eine sehr amüsante und gesangvolle Nacht, es hat weder an Stimmung noch an tollem Essen gefehlt. Wir hoffen es war kein einmaliges Erlebnis und dass wir so etwas öfter machen können.

Wir bedanken uns herzlich beim „Rosenfeld Jewish Study Program“ bzw. Familie Mermelstein für die finanzielle Unterstützung dieses so schönen Events, als auch an beim Organisator dieses Abends, Raw Uri, für das tolle Engagement.

Eliezer-Eli I.