Am 9. November 2020 gedachten wir den Novemberpogromen in Österreich und Deutschland in der Nacht vom 9. auf den 10. November vor 82 Jahren. Da ein klassenübergreifendes Gedenken pandemie-bedingt leider nicht möglich war, wurde jeder im Hause anwesende Klasse, separat, die Geschehnisse jener Nacht vermittelt und beschrieben, weshalb diese zwei Tage ein Wendepunkt im Verständnis deutscher und österreichischer Jüdinnen und Juden für deren Umwelt war.

Ebenso wurde der krasse Gegensatz der gegenseitigen Unterstützung beim Terroranschlag einer Woche zuvor in Wien zur Hilfslosigkeit beim Terror des Jahres 1938 deutlich. Ein gesprochenes Kapitel Tehillim (Psalmen) und das Sprechen des „Kel Male Rachamim“-Gebets beendeten die kurzen Gedenkminuten.

SchülerInnen und Schülern, die sich im Fernunterricht befanden, wurde im Rahmen des Jüdischen Geschichte-Unterrichts, die bewegende Präsentation der 6a zum Thema vorgeführt bzw. erhielten sie entsprechende Nachricht über die Lernplattform im Internet. Auf der „Landing Page“ der Schulwebsite konnte am 9. und 10. November die Präsentation der 6. Klasse AHS mit einem einführenden Text angesehen werden.

 

In diesem Jahr hatten wir das erste Mal Herbstferien in der ZPC. Um diese Zeit den Kindern so spannend wie möglich zu gestalten, haben wir uns ein abwechslungsreiches Programm überlegt.

Vom Kreativ-Angebot  Kürbislaternen basteln, Bilder für Chanukka malen (Wunsch der Kinder 🙂 ), Blätterdruck bis hin zu einem Kreativ-Workshop, bei dem herbstliche Motive aus Ton bemalt und gestaltet werden konnten, hatten die Kinder die Möglichkeit alles auszuprobieren.

Auch durfte ein Ausflug auf die Jesuitenwiese nicht fehlen. Die Kinder konnten dort ihren Bewegungsdrang freien Lauf lassen.

Im Turnsaal gab es ein tolles Bewegungsangebot. Bei unterschiedlichen Spielen mit oder ohne Ball, ging es um Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gemeinschaft.

Am Freitag wurde dann gebacken. Jedes Kind hatte die Möglichkeit für sich selbst eine Challa zu backen. Von der Herstellung des Teiges bis hin zum Flechten und in den Ofen schieben, konnten die Kinder überall mithelfen.

Am Montag, dem 19.10.2020 startete die Vortragsreihe „Sichat Zwi“ bzw. „ZWI-Talk“ für die 5. bis 7. Klasse unserer AHS in unserem Beit Knesset. Jeden Rosch Chodesch soll eine jüdische Persönlichkeit des öffentlichen Lebens sich den Schülerinnen und Schülern vorstellen und über die Tätigkeiten der Position berichten.

Wir beehrten uns, Oberrabbiner Engelmayer als ersten Redner hierfür willkommen zu heißen, der den SchülerInnen (vor Ort und auch jenen im Fernunterricht) Teile seines persönlichen Werdeganges erzählte und somit auch vermittelte, was zur Ausbildung und zur Arbeit eines Rabbiners dazugehört.

Die Interaktion mit den Jugendlichen rundete dieses „Kick-Off-Event“ zu einem erfolgreichen und informativen Programmpunkt ab. Wir freuen uns schon auf die nächsten Redner!

חודש טוב!

Am 6.10. begaben sich die Klassen 4a und 4b bei strahlendem Spätsommerwetter auf einen langen, dichten und wunderschönen Erkundungsspaziergang auf die Wiener Ringstraße.

Wir haben wichtige Bauten kennengelernt und fotografiert und dabei viele interessante Informationen über die Geschichte unserer Stadt erfahren.

Ringturm, Börse, Universität, Rathaus, Burgtheater, Parlament, KHM, NHM, mehrere Denkmäler, Burgtor Hofburg, Oper, Musikverein, MAK, Urania und einige architektonische Meisterwerke mehr haben wir besichtigen können!

Darüber hinaus haben wir unsere Lunchpakete in der Sukkah am Judenplatz gegessen, das war auch eine besondere Erfahrung. Auf dem Weg durch den ersten Bezirk haben wir neben der Pestsäule und dem Stephansplatz auch wichtige Straßenzüge wie den Kohlmarkt, Graben und die Kärntner Straße kennengelernt.

Bei Springbrunnen, Kletterbäumen und Laufwiesen konnten wir uns im Stadtpark austoben und ausrasten, bevor wir nach über sechs Stunden Ausflug im Freien die Heimkehr antraten.

Was wir von diesem Lehrausgang mitnehmen konnten werden wir in den kommenden Wochen in einem Klassenblog nachbearbeiten.

Die 4B benutzte die Sukkothwoche nicht nur für tolle Ausflüge sondern sie lud auch ein tolles Team der

“ARS ELECTRONICA”  in die Schule ein.

Marcus und sein Bruder schafften es die Kinder in wenigen Minuten in ihren Bann zu ziehen. Sie erzählten uns von SuperNova, Schwarze Löcher und vieles mehr. Als Veranschaulichung diente nicht nur eine riesige Leinwand und tolle Animationen, nein – auch den Greenscreen lernten wir kennen.

Im zweiten Teil durften die Kinder auf den Tablets die tolle App “TAGTOOL” ausprobieren und damit ein Gemeinschaftshintergrundbild gestalten.

Leider waren die drei Stunden viel zu schnell vorbei.

Danke an die ARS ELECTRONICA!

 

Marion Sternberg

Am Donnerstag, den 8.10. fuhren wir, die 4A und 4B, mit dem Bus bis zum Lusthaus . Dort wurden wir schon von Ulli und Fabi erwartet.

Sie zeigten uns auf unserer Wanderung durch die Au alte Seitenarme der Donau, Spuren von verschiedensten Tieren, erzählten uns über Flora und Fauna und ließen uns Blätter sammeln, die wir dann gemeinsam bestimmten.

Dabei durften auch Spiele nicht fehlen. So waren wir Spechte, die Bäume suchten und lösten gemeinsam verschiedene Rätsel.

Mit Hilfe der Frottiertechnik gelang es uns mit Hilfe von Ölkreiden Abbildungen von Blättern zu erzeugen.

Leider war auch dieser Vormittag viel zu schnell zu Ende.

 

Marion Sternberg

Nachdem sich Schülerinnen und Schüler der AHS eifrig auf Sukkot vorbereitet haben, war es also nun in der Kalenderwoche 41 soweit: Wir feierten Sukkot!

Im Rahmen des Morgengebets wurden die „Arba‘ Minim“, die sogenannten Vier Sorten genommen und mit ihnen die Hosch’anot-Gebete rund um die Bima gesprochen. Am Freitag, Hosch’ana Rabba, wurden alle Gebete inklusive besonderem Ritus dabei gesprochen.

Der festliche Charakter dieses Feiertags beschränkte sich aber nicht nur auf unsere Schul-Synagoge. Die SchülerInnen besuchten auch im Rahmen des Religionsunterrichts die Sukka, lernten praxisnahe die Regelungen zum Bau einer solchen und die Eigenheiten, sowie die Symbolik der „Arba‘ Minim“ kennen, nachdem auch jeder Bursch und jedes Mädchen diese besondere Mizwa erfüllen konnte.

Schülerinnen und Schülern stand es zudem frei, in den zwei großen Pausen die Jause bzw. das Mittagessen in der Sukka einzunehmen, was von vielen SchülerInnen – unterstützt durch das schöne Wetter – sehr gerne in Anspruch genommen wurde. Die „Sukkat Schalom“, die Sukka des Friedens und der Einheit, manifestierte sich dadurch; SchülerInnen unterschiedlichen Alters kamen ins Gespräch, aßen zusammen und lachten zusammen.

Auf dass wir diese angenehme und freundschaftliche Stimmung  noch lange weiter mit uns in unser Schuljahr nehmen mögen!

 

Marc Uri

Endlich war es soweit. Passend zu unserem Beethovenprojekt statteten wir einen Besuch im Museum in Grinzing ab. Zwar war die Anreise auf Grund den Covid-19 Auflagen etwas anstrengend, aber die Kinder freuten sich dermaßen über ihren ersten Ausflug nach so langer Zeit, dass sie jegliche Auflagen ohne Murren hinnahmen.

Angekommen beim Museum, nutzten wir die Sonnenstrahlen und aßen zuerst unsere Jause. Pünktlich um 10.00 Uhr öffneten die Tore zum Wohnhaus und wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir sahen Noten, Requisiten aus der damaligen Zeit, hörten einen kleinen Ausschnitt aus einer Symphonie und erfuhren viel über Beethovens Leben und Charakter.

Leider war die Stunde zu schnell vergangen und es musste die Heimreise angetreten werden. Beethoven wird uns zum Glück noch einige Zeit im Unterricht „begleiten“.

Sharon Stamberger

Der Hort der ZPC-Schule fertigte wunderschöne und bunte Girlanden speziell für unsere Schul-Sukka an.

An dieser Stelle sei den Kindern vielmals gedankt! Vielleicht können sie sich ja auch selbst ein Bild davon machen, wenn sie nächste Woche unsere Sukka besuchen. Dort wartet dann die durch Schülerinnen und Schüler der AHS geschmückte Sukka auf sie – die vielleicht schönste in ganz Wien!

Wir freuen uns schon darin zu feiern!

חג שמח!

 

Marc Uri

 

In den Tehillim schon steht geschrieben „ילכו מחיל לחיל“ – „Sie gehen von Kraft zu Kraft“ (84,8), was auf Hebräisch zu einem geflügelten Wort geworden ist. Auch die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse AHS traten erst gestärkt aus dem Fasttag Jom Kippur heraus um dann mit neuer, nun physischer Kraft sich an das Bauen der Sukka unserer Schule zu machen.

Mit vereinten Kräften trotzten sie dem kühlen Wetter, schafften die Materialien heran und halfen tüchtig mit, unter der Anleitung vom Haustechniker Herrn Carro die einzelnen Bauteile aneinander zu reihen und zu befestigen. Für viele war es bestimmt das erste Mal, sich am Bau einer Sukka zu beteiligen und so erwarten nicht nur diese Schülerinnen und Schüler, sondern auch schon die neugierigen Kindergartenkinder von nebenan das Sukkot-Fest, um dann in der nun eigens erbauten Laubhütte zu sitzen und zu feiern.

Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude!

Vielen Dank allen Beteiligten!

 

Marc Uri

 

Am Erew Rosch HaSchana ist es Brauch, Versprechen, Gelübde und Schwüre die man im vergangenen Jahr nicht einhalten konnte, also unbedacht ausgesprochen hat, vor drei Laienrichtern zu annullieren.

Dies nennt man „Hatarat Nedarim“.

Nicht nur in Batej Knesset weltweit, auch in unserer Schul-Synagoge wurde dieses Zeremoniell in diesem Jahr in der Pause begangen. Schüler stellten hier sowohl einmal die sich Bekennenden und einmal die Richter.

Am Ende wünschten wir uns gegenseitig ein gesegnetes, erfolgreiches und gutes neues Jahr.

Marc Uri

Zwei Tage vor Rosch HaSchana bereitete die Klasse 2a der AHS die heurigen Rosch HaSchana-Präsente für die übrige Schülerschaft vor. Eifrig wurden bei Liedern, wie etwa „BaSchana Haba-a“ Äpfel und Honig in Sackerl gepackt und mit Grußbotschaften versehen.

Diese Aktivität war nicht nur eine große Hilfe, sondern machte auch Spaß und rundete den Lehrinhalt zu den besonderen, symbolhaltigen Speisen, welche zu Rosch HaSchana gegessen werden, praxisnahe ab. Die übrigen Äpfel wurden gerne als gesunde Jause verspeist – die haben sich die Schülerinnen und Schüler auch redlich verdient.

Am Erew Rosch HaSchana dann erhielten die Schülerinnen und Schüler der AHS die Sackerl mit Äpfeln und Honig mit nachhause in der Hoffnung ein möglichst süßes neues Jahr am Abend zu begrüßen.

Es war eine frohe Abwechslung in den unterschiedlichen Klassen, als mit Musik der Unterricht kurz unterbrochen wurde und eine feierliche Stimmung so Einzug in die Schulräume fand.

Wir wünschen allen Schana towa u-metuka! 

Marc Uri