Bei herrlichem Sonnenschein machten sich die Klassen 3a und 3b auf den Weg, um die berühmte Wiener Ringstraße zu erkunden. Im Unterricht hatten wir uns zuvor intensiv mit ihrer Geschichte beschäftigt, Karten gelesen und bedeutende historische Gebäude kennengelernt.

Nun konnten wir all das direkt vor Ort entdecken! Wir bestaunten unter anderem die Staatsoper, das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum, die Hofburg, den Heldenplatz, den Volksgarten, das Parlament, das Burgtheater, das Rathaus, die Börse, die Universität und den Ringturm.

Besonders spannend war zu sehen, wie eng hier Orte der Politik und Demokratie, der Monarchie, der Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft beieinanderliegen. Das herrliche Wetter machte unseren Ausflug zu einem rundum gelungenen Erlebnis!

In der Woche vor den Wahlen zur Knesset nahmen die Klassen der Oberstufe an Workshops zur politischen Landschaft und den Wahlen in Israel teil. Henry Jakubowicz wurde aus Israel zugeschalten, Schüler*innen bereiteten Infos auf Plakaten zu unterschiedlichen Parteien vor.

Gemeinsam lernten wir, was „rechts“ und „links“ in der politischen Landschaft Israels bedeuten, weshalb politisch mehr in Blöcken als in Parteien gedacht wird, über die Komplexität der Mehrheitsfindung bei Regierungsbildungen und schlussendlich, wie wertvoll demokratische Gesellschaften – gerade in Israel – sind.

Dank an Henry und allen Teilnehmenden!

Die Eingewöhnung in der Krippe ist ein wichtiger Schritt für Kinder und ihre Familien. Um diesen Übergang möglichst sanft zu gestalten, bieten wir den Kindern altersgerechte Montessori-Materialien an. Durch Steckspiele, Stapelmaterialien, Fühlkörbe und einfache Übungen des täglichen Lebens können die Kinder ihre neue Umgebung spielerisch entdecken.

Dabei werden wichtige Kompetenzen wie Feinmotorik, Wahrnehmung, Konzentration, Sprachentwicklung und Selbstständigkeit gefördert. Die Kinder lernen, selbstständig auszuprobieren, Zusammenhänge zu erkennen und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. In einer liebevoll vorbereiteten Umgebung und mit einfühlsamer Begleitung können sie in ihrem eigenen Tempo ankommen und sich sicher und geborgen fühlen.

Blumengruppe

 

Unser erstes größeres Projekt in diesem Schuljahr beschäftigte sich mit dem Thema Bauernhof. Die Kinder erfuhren viel über die Bedeutung der Landwirtschaft, setzten sich mit der Arbeit der Landwirte und Landwirtinnen auseinander und lernten viel über die Tiere am Bauernhof.

Einen ganz besonderen Höhepunkt bildete der Besuch eines Huhnes in unserer Klasse. Tage vorher waren schon alle aufgeregt, immer wieder fragten die Kinder nach, ob wirklich ein „echtes“ Huhn käme.

Endlich war es so weit, die Henne Gerti kam zu Besuch und verhielt sich mustergültig. Sie war weder scheu noch besonders aufgeregt. Die Kinder durften sie nicht nur genau beobachten, wie sie in unserer Klasse herumspazierte, sondern auch füttern. Besonders gefiel allen, dass die Henne sich die übrig gebliebenen Thunfischbrote schmecken ließ. Alle Kinder trauten sich auch Gerti Huhn zu streicheln und das Federkleid, den Kamm am Kopf oder die Beine anzugreifen.

Evelyn Richter, Klasse 2a

Nachdem die Klasse 1a zu Sukkot über den Bau einer Sukka im Religionsunterricht gelernt hatte, machte sie sich gemeinsam mit R. Uri und Prof. Wielander auf den Weg durch den 1. und 2. Bezirk um unterschiedliche Sukkot unserer Gemeinde zu besuchen, Ähnlichkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

So besuchten wir Sukkot aus sechs verschiedenen Batej Knesset in Wien: die beiden Sukkot in der Tempelgasse, jene der Synagoge Blumauergasse, den Hof voller Sukkot der Machsike Hadass, die renovierte Sukka des Wiener Stadttempels und die Sukka der Misrachi am Judenplatz.

Die Kinder hatten viel Spaß dabei, freuten sich, Sukkot „ihrer eigenen“ Synagogen zu präsentieren und staunten vor allem über prächtige Hütten von Gemeinden, die sie bis dahin gar nicht kannten.

Dieser Ausflug wird bestimmt vielen noch in guter Erinnerung bleiben!

 

Auch drei Jahre nach den furchtbaren Pogromen des 3.10.2026 waren Wunden nicht verheilt. Frau Prof. Schäfer und auch Fau Prof. Yan war es daher ein Anliegen, auch in diesem Jahr einen Gedenkakt zum 7. Oktober zu veranstalten. Federführend organisierte dies Prof. Schäfer durch entsprechende Installationen im Haus und der Verarbeitung der Lehren dieses traurigen Tages für uns heute.

So versammelte sich die gesamte AHS nach dem Morgengebet im Bejt Knesset, wo wir der Opfer des 7. Oktober 2023 gedachten, aber auch über die Hinterbliebenen sprachen – all die Waisen und auch nun kinderlosen Eltern.

Wir sprachen Gebete für die Toten und den Segen für den Staat Israel. Prof. Schäfer fand Worte der Trauer, aber vor allem des Muts und des Auftrags für uns als Schulgemeinschaft, noch näher beisammen und für einander zu (einzu-) stehen. R. Uri hob hervor, dass wir uns in unserem jüdischen Geist nicht einschränken dürften.

Mit der Hymne der Hoffnung, der Hatikwa, endete diese sehr würdige Zeremonie.

Im vergangenen Schuljahr besuchte die damalige 6a die Gedenkstätte Mauthausen und Gusen. Zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler im JG-Unterricht intensiv mit dem Thema des Zweiten Weltkriegs auseinandergesetzt. Der Besuch ermöglichte es ihnen, sich direkt vor Ort mit den historischen Ereignissen auseinanderzusetzen. Die Überreste des ehemaligen Konzentrationslagers mit eigenen Augen zu sehen und dabei Geschichten über die Menschen und die schrecklichen Ereignisse an diesem Ort zu hören, war eine besonders eindrucksvolle Erfahrung.

Die Gedenkstätte machte die Geschichte des zweiten Weltkriegs für alle auf eine ganz besondere Weise spürbar. Für viele war der Besuch ein bewegender Moment, der ihnen eine lebenslange Erinnerung bleiben wird.

Wir bedanken uns vielmals beim Verein Springboard, der die Fahrt nach und von Mauthausen finanziell unterstützt hat!

 

Zu Chol HaMo’ed Sukkot lernte die Klasse 3a über die Bedeutung des „Na’anu’im“-Schüttelns der sog. Vier Arten und des Gebets für Regen am Schmini Azeret. Dies verbanden wir mit dem Thema Klimawandel bzw. Ökologie, in dem wir die Auswirkungen von einem Ausfall von oder einem allzu intensiven Regen kennenlernten, nämlich anhand von Interviews mit deutschen Bauern.

Ganz aktuell informierten wir uns auch zum bevorstehenden Wetterphänomen „El Nino“ im Pazifischen Ozean und verstanden somit ein Stück weit besser, welche Verantwortung wir mit unseren Gebeten nicht nur für uns ganz persönlich, sondern für das Ökosystem der ganzen Welt haben – und was wir somit alles bewirken können!

 

Auch in diesem Jahr hat die 5. Klasse AHS vor dem Feiertag Sukkot wieder selbst Hand angelegt und eine unserer beiden Sukkot in der Schule begonnen aufzubauen. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler das theoretisch gelernte Wissen nun in der Praxis umsetzen. Geschmückt wurden die Hütten im Anschluss daran von unseren Bnot Scherut Noa und Ori gemeinsam mit weiteren Schüler*innen der AHS. Und dann startete Sukkot!

An den wunderbar angenehmen und sonnigen Chol HaMo’ed Tagen wurde in der Früh das Morgengebet inklusive der „Arba’at HaMinim“ und den „Hosch’anot“-Runden verrichtet; am Hosch’ana Rabba durften die Schüler im Zuge des doch langen Gebets auch das Bündel Bachweiden laut uraltem Brauch auf den Boden schlagen und auf den Aron HaKodesch werfen.

Die Jause und das Mittagessen freuten sich viele Jugendliche (auch zusammen mit R. Uri) in der Sukka einzunehmen. Im Religionsunterricht wurde überwiegend in der Sukka gefeiert: „Arba Minim“ schütteln und die traditionelle süße Jause durften hier nicht fehlen. Auch die Bnot Scherut überlegten sich lustige und zum Feiertag passende Spiele für die Unter- und Oberstufe.

Es ist schön, wenn die Schulgemeinschaft an so freudigen Tagen wie Sukkot ein Stück näher zusammenrückt – auch unter freiem Himmel in der Sukka!

Am 6.10.2026 nahm die 8. Klasse AHS an der Eröffnung der KZ-Gedenkstätte Gunskirchen teil. Gunskirchen war ein Auenlager von Mauthausen, in dem in den letzten Kriegsmonaten vor allem jüdische Häftlinge unter miserablen Bedingungen im Wald festgehalten und mehr oder weniger dem Tod hingegeben wurden. Die Teilnahme der doch weit entfernten Veranstaltung war uns ein besonderes Anliegen; hat doch diese Klasse noch vor wenigen Jahren den Dokumentarfilm „A Boy’s Life“ gesehen und die Biografie des KZ-Überlebenden Daniel Chanoch auch von dessen Enkeltöchtern in der Schule gehört.

Hr. Chanoch, der mittlerweile verstorben ist, war selbst ein Insasse von Gunskirchen. So also schlossen wir den Kreis dessen Biografie und trafen bei der Eröffnung auch seine Witwe, die sich über unsere Teilnahme sehr freute.

Besonders war auch den Zeitzeugenbericht von Herrn Neumann vor Ort zu hören, der 12jährigen vom KZ Auschwitz bis über Mauthausen nach Gunskirchen kam, wo er schlussendlich befreit wurde. Wir verstanden, dass es ein Privileg war, einen solchen klar formulierten, ausführlichen Bericht auf Deutsch direkt zu hören und dankten auch ihm im Anschluss an seine Worte für diese.

Solche Besuche prägen das weitere Leben und jede/r Teilnehmer/in ist nun ein weiteres Mal Zeuge der Verbrechen der Nazi-Schergen geworden.

Auf diesem Weg möchten wir uns herzlich beim Verein Springboard bedanken, ohne dessen finanzielle Unterstützung diese Exkursion wohl nicht stattfinden hätte können.

 

Wie sah Wien im Mittelalter aus? Dieser Frage gingen wir heute im Jüdischen Museum am Judenplatz nach. Zuerst stiegen wir 12 Meter in die Tiefe, wo wir uns an einem Stadtmodell einen Überblick über das damalige Wien und das jüdische Viertel verschafften.

Danach ging es ein paar Meter hinauf zu den Ausgrabungen der mittelalterlichen Synagoge. Dort erfuhren wir, wie Archäologinnen und Archäologen arbeiten und was alte Mauerreste über das Leben von damals verraten.

Zum Schluss wartete eine knifflige Aufgabe auf uns: Jedes Kind erhielt einen Gegenstand und musste ihn einem passenden Objekt, Bild oder Text im Museum zuordnen. Dabei konnten wir unser Wissen vertiefen und noch mehr über den Alltag im Mittelalter erfahren.

Frau Landsmann hat die Führung so lebendig und kurzweilig gestaltet, dass die Zeit wie im Flug verging. Herzlichen Dank für diesen tollen Vormittag! Wir kommen gerne wieder!

Sharon Stamberger, Klasse 4b

Bei unserem Honig-Workshop tauchten die Kinder in die faszinierende Welt der Bienen ein. Sie erfuhren, wie Honig entsteht und wie er von der Blüte bis ins Honigglas gelangt. Dabei lernten sie, wie Bienen Nektar sammeln, ihn im Bienenstock weiterverarbeiten und wie der fertige Honig aus den Waben gewonnen wird.

Die Kinder konnten den Prozess selbst ausprobieren, beobachten, riechen und schmecken und dadurch viele neue Erfahrungen sammeln. Dabei wurden Sachwissen, Sprache, Wahrnehmung, Konzentration, Merkfähigkeit und Feinmotorik gefördert. Gleichzeitig entwickelten die Kinder ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Bienen für unsere Natur und Umwelt sind, und stärkten ihre Neugier, Selbstständigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein.