Das freie Rollenspiel

Beim freien Rollenspiel suchen sich die Kinder die Themen, die sie gerade beschäftigen aus und schlüpfen in die Rolle, mit der sie sich in der gegenwärtigen Situation am meisten identifizieren können.
Szenen aus dem alltäglichen Leben (Familie, Arztbesuch, Apotheke, Arbeitswelt ..) oder Szenen aus Bilderbüchern, erzählten Geschichten und Märchen, aus Fernsehsendungen oder von Hörspielkassetten werden von den Kindern dargestellt.
Verkleidung, Schminke und Requisiten erleichtern dem Kind den Einstieg ins Rollenspiel, werden aber auch durch die Phantasie der Kinder ersetzt.

Bedeutung des Rollenspiels für das einzelne Kind und die ganze Spielgruppe:

Das Kind lernt sich eine Figur auszudenken, die Rolle der Figur zu spielen und sich in die entsprechende Situation hineinzudenken. Dabei werden Vorstellungskraft und Phantasie des Kindes gefördert. Das Rollenspiel bietet die Möglichkeit, Erlebnisse und Probleme zu verarbeiten. Das Kind setzt sich spielerisch mit der Welt der Erwachsenen auseinander. Dabei lernt es die Aufgaben kennen, die Erwachsene erfüllen müssen. Das Kind lernt, dass es wichtig ist Verantwortung zu übernehmen. Sozialverhalten und Ausdruck werden im Rollenspiel gefördert.
Das Kind lernt auch, sich in eine Gruppe zu integrieren, tolerant zu sein und Rücksicht zu nehmen, aber auch Ideen einzubringen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern, sich durchzusetzen und Kontakte zu knüpfen. Das Kind kann im Spiel Gefühle zeigen und ausdrücken. Rollenspiele können zur Nachbearbeitung von Lernerfahrungen eingesetzt werden.
Die ErzieherIn kann in diesem Rollenspiel in eine Rolle schlüpfen. Die Kinder können eine Geschichte mit offenem Ende gestalten. Gemeinsam sollen die Kinder den Ausgang der Handlung entwickeln.